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Nachrichten zur Pfarreiwerdung

Nachrichten zur Pfarreiwerdung
Nachrichten zur Pfarreiwerdung

Am 27. April 2019 um 11.00 Uhr beginnt endlich unser großes Fest der Begegnung in Dillenburg in den Räumlichkeiten der Freien evangelischen Gemeinde!

Nachdem nun der Termin für die Fusion der Pfarreien St. Petrus Herborn und Herz-Jesu Dillenburg auf den 1.1.2022 festgelegt wurde und die gegenseitigen Besuche der verschiedenen Kirchorte – wir erinnern uns an die Auslosung der Paarungen – im Gange sind, dürfen wir uns langsam auf das große Fest vorbereiten.

Die dafür gebildete Kreativgruppe hat ein großartiges Programm zusammengestellt, sodass bestimmt für jeden etwas dabei ist, was Freude macht. Alle Gemeindemitglieder der dreizehn Kirchorte sind herzlich eingeladen, sich ein Bild zu machen von ihrer eigenen und den Nachbargemeinden. Dafür erstellen die Ortsausschüsse Poster, die die jeweils besuchte Gemeinde vorstellen – das wird bestimmt eine spannende Erfahrung, einmal zu erleben, wie wir uns in den Augen der Anderen darstellen. Und natürlich ist ganz viel Raum für das persönliche Kennenlernen. Wir dürfen miteinander feiern, wir dürfen aber auch unsere Sorgen miteinander teilen und die eine oder andere Vision für die Zukunft entwickeln. Eine so große Veränderung weckt nicht nur Freude, sondern auch Angst und Misstrauen. Wie geht es weiter in meinem Kirchort? Was bleibt, was verschwindet? Es ist vor allem an uns, den Gemeindemitgliedern, dafür zu sorgen, dass Liebgewordenes bleibt. Aber wir wollen unseren Blick in die Zukunft richten und nicht vergessen, dass in einer größeren Gemeinschaft auch mehr Chancen und Möglichkeiten stecken können. Wir dürfen die Besonderheiten jedes einzelnen der dreizehn Kirchorte entdecken und damit beginnen wir am 27. April in fröhlicher Runde. Start ist um 11.00 Uhr mit einem Frühschoppen.

Es werden noch helfende Hände gesucht:

Wer am 27.4. mitfeiert und sich vorstellen kann, bei der einen oder anderen Aufgabe mit anzupacken, möchte sich bitte in die HelferInnenlisten eintragen, die in der nächsten Woche ausgelegt werden. Das hilft bei der Planung!

Wie versprochen und angekündigt fand heute im Pfarrsaal in Bicken die Auslosung der Paarungen für die gegenseitigen Besuche statt. Wer live dabei war, weiß bereits, welche Kirchorte sich gegenseitig besuchen werden. Das Video kann hier https://www.facebook.com/KatholischanderDill/ auch jetzt noch angeschaut werden.

Das Ergebnis der Auslosung:

Dillborn trifft Herburg – 
Katholische Pfarreien rücken näher zusammen 

Große Auslosung am 2. Dezember für gegenseitige Besuche der Kirchorte 
und Fest der Begegnung geplant

Es ist schon eine Weile her, dass aus den Pfarreien Dillenburg, Eibelshausen, Ewersbach, Fellerdilln, Frohnhausen, Haiger, Hirzenhain und Oberscheld Kirchorte der Pfarrei Herz Jesu Dillenburg wurden. Und zum 1.1.2015 wurde aus den Pfarreien Bicken, Breitscheid, Driedorf, Herborn und Sinn Kirchorte in der Pfarrei St. Petrus Herborn. Jetzt geht die Entwicklung weiter: In den nächsten Jahren werden die beiden Pfarreien Herz Jesu und St. Petrus fusionieren.

Ein erster Schritt in diesem Prozess ist das gegenseitige Kennenlernen der Menschen aus den 13 Kirchorten beider Pfarreien. Stellvertretend für die Kirchorte werden die Ortsausschüsse Begegnungen organisieren, Interviews führen und Fragebögen ausfüllen. 

Welche Kirchorte sich gegenseitig besuchen, wird am Sonntag, 2. Dezember (1. Advent) nach dem Gottesdienst in Bicken zugelost. Die Auslosung beginnt um 11:50 Uhr im Pfarrsaal in Bicken und wird auf Facebook live übertragen - auf der Seite „Katholisch an der Dill“ (www.facebook.com/KatholischanderDill). Gemeindemitglieder aus allen Kirchorten sind eingeladen bei der Verlosung dabei zu sein.

Die Ergebnisse der Besuche und eine Vorstellung des Lospartners werden von den jeweiligen Ortsausschüssen in Poster festgehalten. 

Die gegenseitige Präsentation der Kirchorte bildet einen zentralen Programmpunkt beim Fest der Begegnung. Dieses ist für Samstag, den 27. April 2019 geplant. Das Fest beginnt ab 11 Uhr in den Räumen der FeG Dillenburg. Nach dem Fassbieranstich durch Pfarrer Christian Fahl mit Blasmusik startet das umfangreiche Programm für Jung und Alt. Das Fest der Begegnung soll ein Anlass sein, um sich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und Ideen für die gemeinsame Zukunft als fusionierte Großpfarrei zu entwickeln. Nach der Vorstellung der erarbeiteten Poster werden diese als Wanderausstellung in den verschiedenen Kirchorten zu sehen sein.

Katholiken leiten Fusion zur XXXL-Pfarrei ein: Wenn aus Herburg und Dillborn eins wird 

© Christian PulfrichKatholiken können auch gut feiern: „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, angestimmt durch die „Egerländer Maderln“

2022 soll der Zusammenschluss kommen – „Es weht ein neuer Geist durch die Gemeinden“ 

Von Christian Pulfrich 

„Dillborn und Herburg“ sind keine Druckfehler, sondern ein sprachliches Spiel, um das Zusammenwachsen zweier katholischer Pfarreien zu verdeutlichen. Am 1.1.2022 sollen die Pfarreien „Herz Jesu“ Dillenburg und „Sankt Petrus“ Herborn mit ihren insgesamt 13 Kirchorten zu einer neuen XXXL-Pfarrei zusammengeschlossen werden. Diese Fusion wird von einem „Gemeindewerdungsprozess“ begleitet, der jetzt mit einem „Fest der Begegnung“ einen weiteren Meilenstein gegangen ist: Präsentationsplakate der Kirchorte, Kinderprogramm, Blasmusik und ganz viele Gespräche standen im Mittelpunkt dieses Festes, das auf „neutralem Boden“ in den Räumen der FeG Dillenburg gefeiert wurde. 
„Wir sind froh, dass wir so viele Gemeindemitglieder aktivieren konnten, sich mit uns gemeinsam auf den Weg zu machen“, freut sich Pfarrer Christian Fahl sichtlich. Zusammen mit Pfarrer Simon Schade und den beiden indischen Priestern Pater Josef (Orden des Werkes des Heiligen Geistes) und Pater Paulose (Schönstatt-Priester) ist der priesterliche Leiter Pfarrer Fahl schon heute für die Eucharistiefeiern auf dem Riesengebiet zwischen Sinn und Ewersbach, zwischen Breitscheid und Hirzenhain zuständig. „Durch die Fusion wird die flächenmäßig größte Pfarrei im Bistum Limburg entstehen – zwischen den Kirchorten Sinn und Ewersbach liegen fast 40 Kilometer“, erklärt sein Kollege Simon Schade. 12565 Katholikinnen und Katholiken leben derzeit in den beiden Pfarreien – die Verteilung ist fast paritätisch: 6324 in „Herz Jesu“ und 6241 in „Sankt Petrus“. „Blickt man auf die Prognose für das Jahr 2032, fällt auf, dass wir schrumpfen werden – auf geschätzte 9950 Gemeindemitglieder“, blickt Pfarrer Fahl in die Zukunft. 
Die beiden derzeitigen Pfarreien sind Konstrukte eines ersten Fusionsprozesses, bei der ehemals eigenständige Gemeinden den beiden Hauptorten eingegliedert wurden. Zur Pfarrei Dillenburg gehören seit 2014 die Kirchorte Haiger, Fellerdilln, Eibelshausen, Oberscheld, Ewersbach, Hirzenhain, Frohnhausen sowie das Altenheim „Haus Elisabeth“; zu Herborn gehören seit 2015 die Kirchorte Bicken, Breitscheid, Driedorf und Sinn. Wie die neue Pfarrei heißen wird, ist noch offen: „Im Prozess der Pfarreiwerdung wird ein neuer Name gesucht und gefunden werden“, ist Pfarrer Schade optimistisch. 
„Es gilt den Blick in die Zukunft zu richten und nicht zu vergessen, dass in einer größeren Gemeinschaft auch mehr Chancen und Möglichkeiten stecken können. Hier gilt es, die Besonderheiten jedes einzelnen der dreizehn Kirchorte und deren Gemeindemitglieder zu entdecken“, heißt es aus den Gemeinden. Diese Besonderheiten hatten die Ortsausschüsse in liebevollen Präsentationen zusammengestellt: So gibt es beispielsweise die „Vertriebenengemeinden“ wie zum Beispiel „Zu den Heiligen Engeln“ im Haigerer Ortsteil Fellerdilln. Sie wurde – wie auch fast alle anderen Gemeinden in der heimischen Region -  erst nach dem Zweiten Weltkrieg von Heimatvertriebenen gegründet: So war am 13. September 1948 in der neuen Kirche in der Friedensstraße erstmals ein Bischof zu Besuch: Der damalige Limburger Bischof Ferdinand Dirichs reiste anlässlich der ersten Firmung von 45 Mädchen und Jungen in die völlig überfüllte Kirche – zum Vergleich: 2016  gingen in den beiden Großpfarreien Herborn und Dillenburg 62 Mädchen und Jungen zur Firmung. Ganz anders ist die Geschichte natürlich in den größeren Pfarreien in Haiger, Dillenburg und Herborn. Diese drei Kirchorte waren bereits vor dem Zweiten Weltkrieg mit katholischen Kirchen versehen. In der Pfarrei „Sankt Petrus“ Herborn kam der erste Pfarrer schon um 1870, „Maria Himmelfahrt“ in Haiger ist noch älter. 
Hört man sich bei den Festbesuchern um, ist oft eine positive Grundstimmung im Hinblick auf die Fusion festzustellen – allerdings gepaart auch mit Hoffnungen und Sorgen. Die Haigererin Andrea Satzke blickt frohgemuts in die Zukunft: „Ich sehe den Zusammenschluss als Chance: Alle Kirchorte haben einen anderen Charme, andere Problematiken und andere Chancen. Wir erleben aber bei gemeinsamen Treffen wie diesem, dass in allen Gemeinden überall der gleiche Wind weht“. Die Dillenburgerin Beatrix Schlausch, die auch lange Jahre Präsidentin der Diözesanversammlung des Bistums Limburg war, sagt: „Es zieht ein neuer Geist in die Gemeinden ein. Für uns Katholiken hier in der Diaspora gibt es keine Alternativen, als sich zusammenzutun. Wie es in der katholischen Kirche weitergeht, müssen wir sehen. Die Kirche vor Ort bleibt aber Kristallisationspunkt“. Herbert Lobpreis, ein „Heiliger Engel“ aus Fellerdilln, formuliert drei Wünsche: „Wir hoffen, dass auch zukünftig in den kleinen Kirchen Gottesdienste stattfinden, dass wir mit den anderen Gemeinden zusammenwachsen und uns gegenseitig unterstützen und dass wir die kirchenferneren – vor allem die jungen Menschen – wieder aktivieren können“. Nicht überall wird der Zusammenschluss nur positiv betrachtet: Ehrfried Penirschke aus Breitscheid erklärt: „Grundsätzlich sehe auch ich die Notwendigkeit der Fusion, frage mich aber, warum das so schnell schon geschieht. Momentan laufen die Gemeinden doch noch, ein späterer Termin wäre mir lieber gewesen“. Außerdem blickt Penirschke auf die Personalsituation: „Derzeit sind wir noch gut ausgestattet mit den vier Priestern und den vielen guten Gemeinde- und Pastoralreferenten – wie wird das in der Zukunft sein?“.  Aktuell gibt es zehneinhalb hauptamtliche Stellen in den beiden Pfarreien: So arbeiten beispielsweise die Gemeinde- und Pastoralreferenten im „Kerngeschäft“ der Seelsorge und Begleitung der Gemeindemitglieder, Joachim Dreher ist hauptamtlicher Kantor. Zu den Stellen kommen noch die Fachkräfte der insgesamt fünf katholischen Kindergärten hinzu. Zukünftig gibt es noch eine Verwaltungsfachkraft, die die ehrenamtlich arbeitenden Verwaltungsräte, die Pfarrer und die Gemeindebüros unterstützen wird. 
Die Festbesucher wurden im Lauf des Tages gebeten, sich und ihre Gemeinden vorzustellen in verschiedenen Kleingruppen und Wünsche und Hoffnungen zu formulieren. So wurde zum Beispiel einander berichtet, was „Kirche“ bedeutet und welche positiven Erinnerungen mit dem kirchlichen Leben konnotiert werden. 
Wie eng die Katholiken der heimischen Region mit den Vertriebenen aus dem Zweiten Weltkrieg verbunden sind, zeigte sich auch daran, dass die „Egerländer Maderln“ den musikalischen Rahmen boten. Ein gemeinsames Singen und ein Segensgebet zum Thema „Aufbruch“ schlossen das gemeinsame Fest ab. Eine Besonderheit haben sich die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Weltläden ausgedacht: Es gibt einen Kaffee und eine Schokolade zur Pfarreiwerdung. Diese wurde erstmals am Palmsonntag angeboten, wurde beim „Fest der Begegnung“ verkauft und ist auch weiterhin im Anschluss an die Gottesdienste zu erwerben. 
Die Gemeindefusion der Katholiken an der Dill ist in einem bistumsweiten Fusionsprozess zu sehen. Allerorten werden „Pfarreien neuen Typs“ gegründet. Nach Abschluss der Neuordnung der Seelsorge soll es knapp 50 Pfarreien neuen Typs geben. „Der Großteil wird zum 1. Januar 2020 errichtet sein, einige wenige Mitte der 2020er Jahre“, heißt es auf der Bistumshomepage.