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Wort zum Sonntag für den 22. November 2020

Wort zum Sonntag für den 22. November 2020
Wort zum Sonntag für den 22. November 2020

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an einen König denken? Macht, Herrschaft und Prunk? Ein König durfte und konnte letztlich alles. Erheben und erniedrigen, Frieden halten und Kriege anzetteln. Welche Verantwortung für einen König, wenn er sie denn ernst nahm und seine Macht im Guten für seine Untertanen einsetzte.

Es gab Könige, die voll und ganz für ihr Volk da waren, denen das Wohl des Volkes am Herzen lag. Aber es gab, wie uns die Geschichte zeigt, auch andere, die ihre Macht missbrauchten, um es sich, „ohne Rücksicht auf Verluste“, selbst gut gehen zu lassen. Trotz allem gab es eine Hoffnung: Könige kommen und gehen. Vielleicht kommt ja nach dem selbstherrlichen König einer, der sein Volk in Güte leitet.

Die Katholiken feiern am letzten Sonntag im Kirchenjahr das Hochfest Christkönig. Christus steht als König am Ende des Kirchenjahres und somit zwischen dem was war und dem was kommt. Er ist die Konstante zwischen Vergangenheit und Zukunft. „Der Herr krönt das Jahr mit seinem Segen“ und er schenkt seinen Segen auch morgen und in Ewigkeit.

Christus das Urbild eines Königs, der bedingungslos und „ohne Rücksicht auf Verluste“ sein Leben, seine Macht und Liebe für die Mensch einsetzt. Er ist der König, dem wir folgen, und vertrauen können.

Er will der König aller Menschen sein. Man muss nicht perfekt sein, ganz ohne Schuld und Fehler. Vor ihm darf man sein, wie man ist. Man muss nicht nach Rom oder Lourdes fahren, um ihm zu begegnen. Er schaut nicht auf äußere Wirkung.

Christus, der König, sieht auf die Liebe des Herzens. Seine Macht heißt Erbarmen, Verstehen und Gnade. Er lässt keinen fallen, er gibt Kraft und richtet auf. Er ist so nahe, dass man ihm begegnet im Nächsten: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder (Schwestern) getan habt, das habt ihr mir getan“.

Und: Er braucht uns als Mitstreiter in dieser Welt, damit Gottes Liebe unter den Menschen sichtbar und spürbar ist. Ich wünsche einen gesegneten Christkönig-Sonntag.

Manfred Jüngling, Gemeindereferent

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