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Wort zum Sonntag für den 3. Mai 2020

Wort zum Sonntag für den 3. Mai 2020
Wort zum Sonntag für den 3. Mai 2020
45 : 60 Hochformat

Liebe Leserinnen und Leser,

So etwas – das habe ich lange nicht erlebt! Oft habe ich solche Sätze in den letzten Wochen gehört. Viele von uns machen sich Sorgen um ihre Gesundheit oder ihre wirtschaftliche Existenz. Andere haben zwar alles, was sie brauchen, leider aber unter Einsamkeit. Und wieder andere müssen als Familie schauen, wie Schule und Büro daheim – vielleicht teils vor dem gleichen Laptop – zu organisieren sind.

Aber ich habe auch Zeichen der Hoffnung erlebt. Zeichen, die oft klein und fast unscheinbar, aber unendlich wichtig sind.

Da gibt es so viele Menschen, die trotz eigener Sorgen und Nöte ihre Mitmenschen im Blick haben. Viele organisieren sich, um für andere einzukaufen oder insbesondere älteren Menschen Besorgungen abzunehmen.

Hier wird deutlich: Wenn ich Dir eine Freude machen kann, dann freue ich mich mit, und dann werden auch irgendwie gefühlt meine eigenen Sorgen kleiner. Zusammenhalt, Lasten gemeinsam tragen, Füreinander da sein – auch beispielsweise einen lieben Menschen mal anrufen, fragen, wie es geht – all das ist nicht nur wichtiger denn je, all das schafft eine ganz neue Freude, eine ganz neue Qualität von Hoffnung.

Noch nie in meinem Leben habe ich über Ostern so viele Gottesdienste im Fernsehen geschaut. Gestärkt hat mich dabei unser Team. Ganz viele haben einen kleinen Gottesdienst für das Internet aufgenommen – so konnte ich zwar von zu Hause aus, aber mit meinen Lieben und für uns alle auf ganz neue Weise verbunden Gottesdienst feiern – und Gott begegnen in euch und mit euch.

Ostern 2020 – das erinnert mich auch daran, dass Viele aus unseren Kirchen ihren Nachbarn und manch älterem Menschen einen gesegneten Palmzweig mitbrachten. Ein kleines Zeichen. Doch welch große Wirkung: Du bist nicht vergessen, Du bist gesegnet, ich bete für Dich! Nicht wenige Menschen hatten Tränen in den Augen. Und irgendwie spüre ich dann: In meinem Nächsten sehe ich auch Gott, ja, er ist da!

Jesus ist bei uns – gerade dann, wenn die Zeiten schwer und unsicher werden. Er lässt uns nicht alleine – seine Liebe leben und erleben wir auch heute. Das schenkt Hoffnung. Lasst uns gemeinsam so Ostern erleben!

Das wünscht Ihnen Ihr

Christian Fahl, Pfarrer von Herz Jesu Dillenburg und St. Petrus, Herborn

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